Seit Mai war ich ein paar mal in Poznan, Polen, um dort bei einem Unternehmen, einer Tochter meines Kunden, ein CRM-System einzuführen. Mein Kunde setzt die CRM-Anwendung in Deutschland und in anderen Ländern bereits ein, so dass Erfahrung mit der CRM-Applikation gegeben ist. Das Projekt umfasste also die Anpassung an lokale Anforderungen (soweit wirklich notwendig), die Anbindung an das lokale ERP-System, Datenimporte und Anwendungsinstallation und -konfiguration. Viel wichtiger, als diese Arbeiten an der Software und den Daten, war es mir aber, die Mitarbeiter vorzubreiten, so dass Akzeptanz über alle Hierarchiestufen geschaffen wurde.

Ich habe die Mitarbeiter aus Service, Vertrieb und Marketing frühzeitig informiert. Es wurden aus allen Funktionen Key User benannt, die kontinuierlich am Projekt beteiligt waren. Die Einführung eines solchen Werkzeugs wirkt sich natürlich auf die Prozesse aus, denn die internationalen „Best Practices“ sollen lokale Sonderwege ersetzen. Derartige Veränderungen verursachen Bedenken bei den Mitarbeitern – das ist ganz normal. Dafür war ich sensibilisiert, hatte also immer ein offenes Ohr dafür und konnte so die meisten Zweifel frühzeitig aus der Welt schaffen.

10-Wochen-Plan für die Einführung eines CRM-Systems
10-Wochen-Plan für die Einführung eines CRM-Systems

Das Team hat einen strammen Zeitplan vorgeschlagen. Nicht, weil es dafür den Druck von oben gegeben hätte, sondern nur weil die Projektbeteiligten dieses Vorhaben vor dem Sommerurlaub fertig haben wollten. So ist der 10-Wochen-Plan aus innerem Antrieb heraus entstanden und wurde dann auch genau so eingehalten.